2. jur. Staatsexamen Bayern Termin 2004 I / Klausur 11 | MCNeubert lawblog

2. jur. Staatsexamen Bayern Termin 2004 I / Klausur 11

Sonntag, 4. Juli 2004 |  Autor:

Zusammenfassung der 11. Klausur im Termin 2004 I

Steuerrechtsklausur: Gutachten EStG und AO

Sachverhalt ganz kurz (aus urheberrechtlichen Gründen zusammengefasst):

Teil I:
Ehepaar: Mann ist Lehrer, Frau hat sich selbständig gemacht mit Handel krankengymnastische Artikel – ist Krankengymnastin – geben Steuererklärung gemeinsam unterschrieben ab – keine Angabe über Art der Veranlagung – Veranlagungsart ermitteln – Gesamtbetrag der Einkünfte ermitteln

1. Frau meint zu freien Berufen zu gehören und Einkommen aus § 18 EStG – Errechnung nach § 4 III EStG – FA teilt ihr mit, sie sei zur Buchführung verpflichtet (Brief kommt nie an) – IHK teilt ihr mit, dass sie nach Handelsrecht nicht zur Buchführung verpflichtet sei – hat auch nur einen Hauptkunden.
2. erhält am 22. 12. Vorauszahlung von Kunden auf im nächsten Jahr zu beschaffende Artikel – will Einnahme erst im nächsten Jahr buchen
3. Verkauft Gerät statt für 3000,- für 2000,- – erhält aber 2300,- – meint die 300,- seien Trinkgeld und nicht zu berücksichtigen
4. setzt Miete für Büro- und Lagerraum im Haus des Nachbarn an – FA meint, Abzug nur nach einschränkender Vorschrift für Arbeitszimmer möglich
5. hat auf privatem Weg eine Brosche verloren – setzt Wert der verlorenen Brosche und Wert neue Brosche als Ausgaben an – braucht Brosche für seriösen Auftritt

6. Ehemann wohnte ersten Teil des Jahres in der Schule – kein Arbeitsweg – dann kostenlos beim Schwager mitgefahren (15 Tage)
7. gibt Nachhilfeunterricht – hält Vergütung von 1500,- für steuerfrei – wenn doch steuerpflichtig, dann will kosten für Arbeitszimmer geltend machen – hat aber kein Arbeitszimmer – hat im Wohnzimmer unterrichtet – wer sich kein Arbeitszimmer leisten kann, dürfe nicht schlechter stehen
8. ist Prüfer in der Prüfungskommission des Kultusministeriums – dafür 1.900,-. – Aufwendungen 250,-
9. er macht Buchführungsarbeiten für Handwerker – Einnahmen 10.000,- – macht pauschal, ohne Belege 20% als Ausgaben geltend – FA erkennt 10% an, wird vereinbart – will dann doch 15% anerkannt haben

Teil II:
Einkommenssteuererklärung ohne Datum und Unterschrift abgegeben – Einkommenssteuerbescheid geht zu – Einspruch beim falschen FA eingelegt – bleibt dort liegen und wird erst nach Einspruchsfrist weitergeleitet (versehentlich liegengeblieben)
Gründe Einspruch: Schiffsreise nach England sei Sprachreise für ihn als Englischlehrer gewesen – Frage ob Widereinsetzung in den vorigen Stand möglich etc.

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Thema: Allgemein

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