Februar, 2005 | MCNeubert lawblog

Auf die Augen des Gesetzes ist Verlass!

Montag, 28. Februar 2005 | Autor:

Schön wär’s! Da bekommt mein Mandant eine anwaltliche Zahlungsaufforderung, weil er mit seinem Auto die Garage eines anderen zugeparkt haben soll. Es stellt sich raus, dass die Polizei mit 2 Beamten vor Ort war und das Kennzeichen notiert hat sowie dem Garageneigentümer die Halterdaten gegeben hat.
Da hat man mit ein paar Verwandten als Zeugen doch kaum eine Chance zu beweisen, dass man mit seinem Auto nicht dort war.

Dank der Hartnäckigkeit meines Mandanten ist die Polizei nach nunmehr 2 Monaten nochmal zu besagter Garage und dem Mehrparteienhaus dazu gefahren und hat sich nach einem Fahrer mit Kennzeichen aus DO erkundigt – und tatsächlich stellt sich heraus, dass ein Mitbewohner in besagter Nacht einen Freund aus DO zu Besuch hatte, mit fast identischem Auto – und Zahlendreher im Nummernschild. Na, klasse – Glück für meinen Mandanten!

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Reingefallen

Sonntag, 27. Februar 2005 | Autor:

Da hatte ich doch vor ein paar Wochen so eine „nette“ Verkäuferin am Telefon, die mir ein Focus-Money-Abo aufgeschwatzt hat… wahrscheinlich habe ich da was falsch verstanden oder bin absichtlich falsch informiert worden. Sie hat mir erzählt, das Jahresabo kostet 7,50 EUR im Jahr und eine Person meiner Wahl erhält für die Werbung einen Scheck über 125,00 EUR. Das klang nach einem guten Deal, den sie mir damit erklärte, dass man für die Werbekunden eine hohe Abozahl im Januar brauche.
Nun kommt erstmal eine Rechnung über 130,00 EUR – der Gutschein über 125,00 EUR soll kommen, wenn ich die Rechnung bezahlt habe. Dann kostet das Jahresabo wirklich nur 5,00 EUR – aber mir fehlen natürlich die 125,00 EUR aus dem Gutschein. Clever reingelegt :-)
Tja, sollte ich jetzt überhaupt reagieren – einen netten Brief schreiben, dass ich so einen Vertrag nicht abschließen wollte…jedenfalls ne fieße Masche – war aber auch nicht anders zu erwarten – selbst schuld.

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Guten Abend Herr Kollege…

Montag, 21. Februar 2005 | Autor:

„ich rufe an in der Sache ****. Bis jetzt sind wir mit unseren Schriftsätzen, in denen ich von Ihnen nur pauschales Bestreiten höre, ja nicht weiter gekommen. Gibt es denn ein konkretes Vergleichsangebot von Ihrer Mandantin?“ „Nein, meine Mandantin hat wohl schon mal einen Vergleichsvorschlag gamacht, den kenn ich aber nicht – kennen Sie den?“ >>>Nö, natürlich nicht – der war sowieso inakzeptabel Danke Herr Kollege – das hat jetzt echt weitergeholfen.<<< „Kenne ich auch nicht – könne Sie denn einen aktuellen Vorschlag unterbreiten?“ „Nein, meine Mandantin ist zur Zeit im Ausland – ich kann da nichts genaues sagen.“ Ah, ja – große Reden schwingen in den Schriftsätzen aber eigentlich von nix eine Ahnung und offensichtlich noch nicht mal mit der Mandantin abgesprochen – Hauptsache der Name einer großen Nürnberger Kanzlei steht auf dem Briefkopf – „wir sehen uns dann vor Gericht – da werden wir uns schon vergleichen und Ihre Mandantin hoffentlich einen Vorschlag unterbreiten können“ Guten Abend Herr Kollege!

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Kondolenzbücher und mehr bei mygoodbye.de

Sonntag, 20. Februar 2005 | Autor:

Damit Hinterbliebene ihre Trauer zum Ausdruck bringen können, stellt das Portal mygoodbye®.de Online-Kondolenzbücher kostenlos und für jedermann zugänglich im Internet zur Verfügung. Jetzt besteht neben dem Angebot für private Kondolenzbücher zusätzlich die Möglichkeit, in Kondolenzbüchern Worte der Anteilnahme und Trauer für verstorbene Prominente und für Opfer von Katastrophen niederzuschreiben.

Von mir stammen die Artikel zur Vorsorgevollmacht, Patiententestament, Betreuungsverfügung und Sterbehilfe.

http://www.mygoodbye.de

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Hinweis verstanden

Donnerstag, 10. Februar 2005 | Autor:

….daher wäre es hilfreich, wenn es einen Beschluss der Geschäftsleitung mit etwa folgendem Inhalt geben würde: ….

Kommt’s im Arbeitsrecht eigentlich noch auf echte Argumente an, oder kämpft man in Klage und Widerklage eine kleine Schlammschlacht aus, die letztlich in der Güteverhandlung doch in einer Abfindung endet….

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Wahrheit scheibchenweise….

Donnerstag, 10. Februar 2005 | Autor:

Bislang habe ich immer angenommen, dass Mandanten dem eigenen Anwalt die Wahrheit erzählen – o.k. vielleicht nicht die Mandanten mit strafrechtlichen Problemen – aber im Zivilrecht wäre es doch sehr hilfreich.
Aber nein, es wird immer nur das zugegeben, was der gegnerische Anwalt mit Beweisen auch belegen kann. Der zerfetzt natürlich meine Schriftsätze in der Luft – zu recht, weil ich ja erst hinterher vom eigenen Mandanten erfahre, dass es vielleicht doch anders gewesen sein könnte…
Vielleicht traut mir ja der Mandant auch nicht und es liegt alles an mir….

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MDR berichtet über Thema aus dem blog!

Mittwoch, 2. Februar 2005 | Autor:

Vor einiger Zeit habe ich über eine Parkplaztabzocke in Dresden berichtet. Offensichtlich hat dieses Thema sehr viele interessiert, weil es unzählige Betroffene gibt. In den Kommentaren entwickelte sich eine spannende Diskussion.
Eine MDR-Mitarbeiterin hatte es wohl auch auf dem Parkplatz „erwischt“ – sie hat mal etwas zum Thema gegoogelt und meinen Blog-Eintrag dazu gefunden….. und so wurde eine MDR Beitrag daraus. Heute gesendet bei „Hier ab vier“.
MDR Beitrag RA Michael C. Neubert Screenshot

Und darum gehts: In Dresden-Neustadt betreibt eine GbR einen Parkplatz auf Privatgelände. Am Eingang steht ein Parkautomat – es gibt keine Schranke.
Wer länger als die imVoraus bezahlte Zeit dort parkt, erhält die Aufforderung 40,- € „Bußgeld“ oder besser Schadensersatz zu zahlen. Auf Privatgelände gibt es jedoch keine Halterhaftung. Ein konkludenter Mietvertrag kommt höchstens mit dem Fahrer zustande. Der Halter ist aber meiner Ansicht nach nicht verpflichtet den Fahrer zu benennen. Dazu kann ihn keiner zwingen. Eine gerichtliche Durchsetzung etwaiger Schadensersatzansprüche gegen den Halter dürfte daher wenig Aussicht auf Erfolg haben.

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