Limited vs. GmbH | MCNeubert lawblog

Limited vs. GmbH

Dienstag, 19. April 2005 |  Autor:

Letzte Woche habe ich ein Seminar der Steuerberaterkammer zur Limited besucht. Referent war Rechtsanwalt Sebastian Korts aus Köln.
Als Fazit der Veranstalltung konnte ich mitnehmen, dass die Gründung einer Limited bei weitem nicht so günstig ist, wie immer angepriesen (wenn man auch einen zuverlässigen secretary haben möchte) und mit unzähligen teilweise noch ungeklärten Haftungsrisiken und rechtlichen Unklarheiten verbunden ist.
Noch dazu kommt, dass eine Limited in Deutschland einen schlechten Ruf genießt und berechtigter Weise keiner mit ihr Geschäfte machen möchte – was mir auch schon von anderen bestätigt wurde.
Einziger Vorteil laut Korts: Die Limited als Rechtsform ist geeignet für Firmen mit internationaler Geschäftstätigkeit, schon wegen der englischen Geschäftssprache und könnte sich für große Unternehmen zur Umgehung der strengen deutschen Mitbestimmungsrechte eigenen.
Kennt jemand noch andere Vorteile?

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Thema: Allgemein

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4 Kommentare

  1. 1
    ltd-besitzer 

    jo und der weihnachtsmann existiert. such dir mal paar infos mehr und sag dem herrn das er sein handwerk wirklich versteht. er is doch friseur oder?
    vorteile sind z.b. keine persönliche haftung, gründung unbürokratischer als in deutschland, brauchst keine 25k für ne blöde gmbh…und der ruf interessiert hier keinen. mein nachbar fährt manta, iser dadurch ein schlechter mensch? lieber mach ich geschäfte mit ner ltd als ner deutschen gmbh.
    also tu mir ein gefallen und such dir paar mehr infos aus büchern, seminaren und dem internet
    gruß

  2. 2
    MCNeubert 

    Oh, da hab ich wohl jemanden persönlich getroffen als „ltd-besitzer“.

    Schön, wenn Du keine Probleme hattest bei der Gründung – und noch keine wegen der Haftung – aber lass Dir gesagt sein, in den seltensten Fällen wirst Du wohl mit dem einen Pfund Stammkapital nur haften.
    Und bei dem Ruf kommts halt auch immer auf die Branche an….

  3. 3
    noch'n LTD-Besitzer 

    Also so ganz kann ich beiden Seiten nicht folgen.
    Wir arbeiten jetzt im dritten Jahr als Unternehmensberater mit der Ltd. – und es gibt einen ganzen Berg Vor- und Nachteile.

    Nachteile: Kreditwürdigkeit, erstaunlich selten allerdings bei Lieferanten; dumme Fragen, manchmal auch beim Finanzamt;

    Vorteile:

    Nicht nur für Existenzgründer (Ich-AG):

    Der Geschäftsführer kann bei der Ltd. ganz normal pflichtversicherter Angestellter sein, bei einem Gehalt von 800 € reduzieren sich Krankenkassen- und Rentenbeiträge auf zusammen 165,60 €, bei 1000 € auf 207 € (TK).

    Die eingeschränkte Haftung ist genauso subjektiv wie bei einer GmbH.

    Der Einstieg von Partnern und/oder der Wechsel des Geschäftsführers ist simpel und preiswert.

    Aber: Die Ltd. ist keine eierlegende Wollmilchsau. Bei uns ist sie Klasse, das muss aber nicht für jeden gelten. Allerdings: Informieren sollte man sich gründlich, auch über die Gründungs- und secretary-Preise.

  4. 4
    Anonymous 

    Hallo,

    habe mich im Internet auch etwas zu diesem Thema umgehört – einen interessanten Vergleich habe ich auf der Website des Haufe Verlags gefunden. Lohnt sich vielleicht für den ein oder anderen mal reinzuschauen!

    http://www.haufe.de/limited

    Grüße,

    Karl

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