“Eine Frage des Gewissens”
Mittwoch, 29. März 2006 | Autor: Michael C. Neubert
Die ARD zeigt gerade einen Spielfilm in Anlehnung an den “Daschner Prozess“. Gerade 10 Minuten gelaufen und ich habe Tränen in den Augen – wie soll da das Publikum auch nur einigermaßen objektiv über Folter und verbotene Verhörmethoden entscheiden.
To be continued…
[Ergänzung 1]
Könnte es sein, dass die Mehrzahl der Zuschauer die Verhörmethode des Polizisten im Film gar nicht so dramatisch findet, weil in jedem zweiten Krimi so verhört wird…
[Ergänzung 2]
Der Daschner Prozess war nicht wirklich ein Vorbild – der Prozess im Film ist schon vorbei (30 s) – die Entführung von Jakob von Metzler war aber schon in einigen Zügen Vorbild für die ersten 20 Minuten – jetzt läuft eine andere Story
[Ergänzung 3]
Happy End – alle lieben den Ex-Polizisten und können sein Handeln verstehen – und er liebt die Mutter des entführten Mädchens…
Ein “Liebes-Spielfilm” war wohl sicher nicht die richtige Verpackung für so ein Thema.


















So ist das, wenn die Programmdirektoren bei ARD und ZDF “Qualität” mit “Quote” verwechseln. Dann stellt man auch schon mal das Folterverbot zur Disposition.
Allein die Inhaltsangabe in der TV-Spielfilm hat ausgereicht, um die Entscheidung zwischen Wohnzimmer und Büro gehörig zu erleichtern.
Na so ein Mist, jetzt schreibt dieser “Gewerkschafts-Typ” auch noch gute Kommentare in meinem Blog.
[Selbstkritik]