Der böse Arbeitsrechtler | MCNeubert lawblog

Der böse Arbeitsrechtler

Dienstag, 23. Mai 2006 |  Autor:

Gestern war ich in einem von mir betreuten Unternehmen um Gespräche mit dem Einkauf und der Geschäftsleitung zu führen. Es war gerade Mittagszeit und die Arbeiter auf dem Weg in ihre verdiente Pause. Zwar grüßten mich alle, aber ich spürte schon eine gewisse „Feindseligkeit“.
Mag daran liegen, dass ich das Unternehmen unter anderem in einigen arbeitsrechtlichen Streitigkeiten betreut habe und auch weiterhin betreue. Bei den Streitigkeiten waren nicht nur Arbeiter, sondern teilweise auch Angestellte unterhalb der Geschäftleitung betroffen.

Wenn ich jetzt den Einkauf bei rechtlichen Fragen berate, frage ich mich, wie offen diese Mitarbeiter mir gegenüber sind. Immerhin wäre ich derjenige, der das Unternehmen in einem arbeitsrechtlichen Streit mit ihnen vertreten würde.

Wäre es daher nicht besser, für das Arbeitsrecht gäbe es einen eigenen Anwalt. Eine Überlegung, die mir sinnvoll erscheint, auch wenn mir bei diesem Unternehmen einige Mandate entgehen würden.

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Thema: Allgemein

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4 Kommentare

  1. 1
    Nun-ex-Referendar 

    Da würden mir spontan die Worte Büro-Gemeinschafts-Kollege und Gebührenteilung einfallen…..

  2. 2
    dpms 

    […] wenn mir bei diesem Unternehmen einige Mandate entgehen würden“, wäre es dann nicht besser und lukrativer, wenn ein anderer die „Gespräche mit dem Einkauf und der Geschäftsleitung“ führen würde.

  3. 3
    ATZ 

    Die Angst kann ich nicht verstehen. Der Respekt zeigt doch, dass die Leistung stimmt. Ich kann nur vom Gegenteil berichten. Es ist doch eher mit Folgemandaten zu rechnen.

  4. 4
    MCNeubert 

    Schön, hier auch mal einen Chemnitzer Kollegen zu finden. Hab schon gesehen, dass Sie bei 123recht.net sehr fleißig sind.
    Vielleicht sieht man sich mal irgendwo…

    Viele Grüße
    Michael C. Neubert

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