Nur zur Erinnerung: die DDR war ein Unrechtsstaat
Dienstag, 29. August 2006 | Autor: Michael C. Neubert
Bei der derzeitigen “Ostalgie-Welle”, dem Vergessen, Verdrängen und Leugenen, sowie den immer öfter gehörten Worten: “So schlimm war es in der DDR doch überhaupt nicht.”, könnte man fast glauben, die DDR sei wirklich ein Rechtsstaat gewesen, eine sozialistisches Paradies.
Beim Lesen eins 31seitigen Urteils des Verwaltungsgerichtes, in dem auf 25 Seiten die rechtliche Vorgeschichte aus der Zeit von 1969 bis 1975 dargestellt wurde, ist mir erneut vor Augen geführt worden, das dies nicht so gewesen ist.
Willkür in vermögensrechtlichen Fragen – Verhaftung – Verurteilung – Enteignung! Und um so mehr sich der Betroffene mit rechtsstaatlichen Mitteln und der Unterstützung von Anwälten zu wehren versuchte, um so schwieriger schien es für ihn zu werden. Wer nicht in das Profil der sozialistischen Werktätigen passte, wurde passend gemacht!


















Wo nimmst du denn derzeit eine “Ostalgie-Welle” war? Ich hatte gehofft, die haben wir schon längst überwunden.
Vielleicht ist es in Berlin ja etwas anders, aber hier im tiefen Osten gibt’s an jeder Ecke irgendwelche DDR-Anspielungen und FDJ-Hemden… so zumindest mein subjektiver Eindruck.