Mord wegen eines MP3-Players
Montag, 11. Dezember 2006 | Autor: Michael C. Neubert
Heute wurde vor dem Landgericht Chemitz das Urteil im sogenannten “Mordfall Jennifer” gesprochen. Der 15-jährige hatte gestanden die 13-jährige Jennifer in Annaberg-Buchholz im Streit um einen MP3-Player erwürgt zu haben. Er wurde zu sieben Jahren und 3 Monaten Haft verurteilt.
Interessant war das Interview des Staatsanwaltes, der ausdrücklich betonte, er halte den Täter gegen alle Bedenken für therapierbar – wer, wenn nicht ein 15-jähriger soll denn noch therapierbar sein?


















Mal ehrlich: Für so eine Tat sind 7 Jahre 3 Monate ein Witz. Mal angenommen er käme wegen guter Führung und Anschlagens der Therapie vorzeitig frei: Das wäre doch eine bodenlose Frechheit den Eltern des Mädchens und der Öffentlichkeit gegenüber. Er bringt sie auf brutalste und unmenschlichste Weise um, wegen einem MP3-Player, den man schon ab 50 Euro im Laden bekommen kann. Bei so einem Fall, selbst wenn er geständig und relativ jung ist, so muss man hier die vollen 10 Jahre Haft aussprechen, ohne vorzeitige Entlassung.