„off-label use“ – Krankenkasse übernimmt Kosten für Immunglobulinbehandlung (IVIG) bei Multipler Sklerose | MCNeubert lawblog

„off-label use“ – Krankenkasse übernimmt Kosten für Immunglobulinbehandlung (IVIG) bei Multipler Sklerose

Dienstag, 30. Januar 2007 |  Autor:

Krankenkassen scheinen sich oft schwer damit zu tun, die Kosten für „off-label use“ Medikamente zu tragen. Auch meiner Mandantin gegenüber hatte die betreffende Krankenkasse die Kostenübernahme mit Bescheid abgelehnt.

Die Mandantin hatte zusammen mit ihrem Arzt die Kostenübernahme für eine Behandlung mit Immunglobulin (IVIG) gegen Multiple-Sklerose-Schübe nach der Entbindung beantragt. Während der Stillzeit sind Behandlungen mit zugelassenen Medikamenten kontraindiziert.

Auf meinen Widerspruch hin bestätigte die Krankenkasse nunmehr recht schnell die Übernahme der Kosten für die beantragte Behandlung. Die Kasse spricht jedoch von einer Einzelfallentscheidung.

Bei meinen Recherchen für den Widerspruch habe ich festgestellt, dass es kaum gebündelte Informationen zur Kostenübernahme von IVIG bei Multipler Sklerose gibt.
Ich bin gerne bereit, die mir nunmehr zur Verfügung stehenden Informationen (auch Stellungnahmen des Paul-Ehrlich-Institus aus einem früheren Gerichtsverfahren vor dem SG Berlin) zur Verfügung zu stellen.
Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich hier im Blog keine weiteren Daten veröffentliche – insbesondere zum Schutz der Mandantin und der hier betroffenen Krankenkasse.

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Thema: Allgemein

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9 Kommentare

  1. 1
    Jana 

    Hallo!

    Ich befinde mich gerade in der gleichen Situation, wie Ihre Mandantin und wäre über weitere Informationen sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Jana

  2. 2
    Anett 

    Hallo,

    mir geht es momentan auch so. Die krankenkasse lehnt meinen Antrag ab. Gern hätte ich weitere Informationen.

    Danke
    Anett

  3. Momente in denen man sich fragt wofür man Beiträge zahlt.

  4. Es gibt nun ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 28. 2. 2008 – B 1 KR 15/ 07 R, wonach eine gesetzlichen Krankenkasse nicht verpflichtet war, die Kosten einer Behandlung mit IVIG nach der Entbindung zu tragen.

    Kein Grund, nicht trotzdem Widerspruch gegen eine ablehnende Entscheidung der Kasse einzulegen.

  5. 5
    Niri 

    Ich kenne diese Behandlungsform gar nicht!

  6. 6
    Sophie 

    Hallo,

    meine Schwester ist 17 Jahre alt und lebt seit einem Jahr mit der Diagnose MS. Sie hat bereits einmal Copaxone bekommen, woraufhin die Therpie sofort abgebrochen werden musste, aufgrund starker Nebenwirkungen. Nun geht es weiter mit einer Interferon-Therapie. Zwei Neurologen haben meiner Schwester zu einer Behandlung mit Immunglobulinen geraten. Es wurden zwei Schreiben an die Gesetzliche Krankenkasse geschickt für eine Kostenübernahme dieser Therapieform. Beide wurden abgelehnt. Nun brauche ich dringend Informationen, wie man eine solche Kostenübernahme doch noch erreichen kann. Gibt es vielleicht gute Anwälte in Berlin, die hilfreich sein könnten? Ich hoffe auf Informationen.

  7. 7
    Michael C. Neubert 

    Aus der Erfahrung mit anderen Betroffenen, die sich auf mein Informationen gestützt haben, hat sich gezeigt, dass diese zu alt und überholt sind. Es gibt mittlerweile wohl neue Stellungnahmen und neuere Urteile.
    Meine Informationen würde daher nicht mehr hilfreich sein und sind eher ungeeignet.

    Da es sich beim mir allerdings um einen Einzelfall handelte, habe ich auch keine aktuellen Informationen oder Urteile.

    Sorry, aber ich kann hierzu keine sinnvolle Hilfe mehr anbieten.

  8. 8
    Carina 

    Habe gerade auch dieses Probleme mit der Kostenübernahme… Mein Anwalt würde gerne ein bekanntes AZ eines Urteiles beim SG Berlin haben, um über dieses Urteil Akteneinsicht zu bekomme – was Datengeschützt ist!!! Bitte helfen sie uns weiter…

    LG

  9. 9
    Katrin Zankl 

    Hallo!

    Ich befinde mich gerade in der gleichen Situation, wie Ihre Mandantin und wäre über weitere Informationen sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Katrin

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