Carlsberg vs. Karls Brauhaus | MCNeubert lawblog

Carlsberg vs. Karls Brauhaus

Samstag, 27. Oktober 2007 |  Autor:

In Chemnitz wird die Hausbrauerei Karls Brauhaus vom Biergiganten Carlsberg zur Änderung des Brauereinamens aufgefordert. Die Chemnitzer Brauerei befindet sich gegenüber dem Chemnitzer Karl-Marx-Monument und Marx war deswegen Namensgeber der Brauerei.

Carlsberg sieht eine Verwechslungsgefahr und hat dem Chemnitzer Brauereibesitzer eine Frist zur Umbenennung bis Jahresende gestellt. Die Kosten beziffert dieser mit etwa 20.000 EUR für neue Logos, Biergläser etc.

Wahrscheinlich hat bis jetzt noch keiner beim trinken eines frisch gezapften Karls an Carlsberg gedacht. Ob es Carlsberg mit 100 Millionen Hektoliter Bierproduktion pro Jahr wirklich nützt, einen „Konkurrenten“ mit 350 Hektoliter Bierproduktion pro Jahr ins Aus zu drängen, ist fraglich – negative Schlagzeilen sind Carlsberg dagegen sicher.

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Thema: Allgemein

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4 Kommentare

  1. 1
    Martina 

    Das darf doch wohl nicht wahr sein! Wir sind oft im Karls und lieben das hausgebraute Bier von Michael Friedrich. Auch Carlsberg ist uns nicht unbekannt – haben wir uns doch oft genug zum Schauen der Olsenbande-Filme damit versorgt. Aber eine Verwechslungsgefahr? Hält die Carlberg Brauerei mich als Konsumenten für doof? Da gibt es für mich nur eins: Nie wieder Carlsberg bzw. irgendein zu diesem Konzern gehörendes Bier!

  2. 2
    ricardo1170 

    Auch die Karlsberg-Brauerei in Homburg/Saar (eine der größten im Südwesten) hatte vor etlichen Jahren schon eine Auseinandersetzung mit dem Namensvetter aus Dänemark.

    Seitdem dürfen die Saarländer ihr Bier im europäischen Ausland nur noch unter dem Namen Karlsbräu und nicht mehr wie in Deutschland unter Karlsberg verkaufen.
    ____________
    aus wikipedia:
    Nach einem gerichtlichen Vergleich mit der dänischen Carlsberg Brauerei 1956 verpflichtet sich Karlsberg, um Verwechslungen zu vermeiden, für das Exportgeschäft von Bier den Namen Karlsbräu zu verwenden.
    ___________

  3. Test

  4. 4
    Hofi 

    Klickt man bei google auf „Karls“, kommen ca 1,3 Millionen Einträge. Den vermutlich hochbezahlten und unterbeschäftigten Rechtsexperten wünsche ich viel Spass beim klagen.
    Carlsberg mag Recht haben, seine Marke und seinen Namen zu bewahren, wer sich aber von einen kleinen engagierten Chemnitzer Unternehmer so bedroht fühlt, muss sich im eigenen Haus ziemlich unsicher sein, ob die eigenen Produkte etwas taugen.
    Hier wäre Kontakt besser als Konflikt gewesen.
    Von mir an Carlsberg: Schämt Euch !

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