Nachbarschaftspost | MCNeubert lawblog

Nachbarschaftspost

Dienstag, 8. April 2008 |  Autor:

Die Abzocker werden immer dreister. Soeben erhalte ich einen Anruf (ohne Nummer) und eine Computerstimme teilt mir mit, dass eine Nachricht für mich bereit liege. Ich soll auf die Seite www.nachbarschaftspost.com gehen und den code 417 eingeben.

Mach ich natürlich nicht, aber ich schau mir die Seite wenigstens an.

Anbieter ist die Connection Enterprises Ltd. mit Sitz auf den British Virgin Islands.

Wiedermal ist die Tatsache, dass man beim Anmelden ein kostenpflichtiges Abo abschließt, schwer zu finden. Gleich auf der ersten Seite steht der Preis für das Zweijahresabo nach der vierzehntägigen Probezeit. Kann man aber leicht übersehen, weil man es dort nicht vermutet und dunkelgrau auf hellgrau nicht wirklich ins Auge sticht. 9 Euro soll das Abo pro Monat kosten. Nur zur Info, für alle, die auch eine Weile nach dem Preis gesucht haben.

Also besser gleich Finger weg davon und nicht anmelden. Eine persönliche Nachricht von der hübschen Nachbarin wird man nach dem Anmelden vermutlich sowieso nicht finden.

Mehr dazu auch hier und hier.

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Thema: Allgemein

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25 Kommentare

  1. 1
    Badenser 

    Die Nachricht hat auch mich erreicht.
    Die Nummer wurde wohl dem Telefonbuch entnommen, die dortigen MSN’s werden aber fest auf einen Anrufbeantworter umgeleitet. Hübsch ist, dass es mache Sprachroboter offensichtlich nicht hinkriegen zu erkennen, dass da ein AB dran ist und dann irgendwann mitten im Text die Aufzeichnung anfängt…

  2. 2
    Kölner 

    Auch mich hat die Nachricht im Raum Köln erreicht.
    Die Nummer wurde unterdrückt und die Computerstimme teilte mir die Internet-Adresse http://www.nachbarschaftspost.com und den Code 920 mit.
    Bei der Wiederholung der Adresse brach der Sprachcomputer vor dem Ende der Adresse ab, lief aber rauschend im Hintergrund weiter…

  3. 3
    Detmolder 

    Mich hat die NAchricht gestern auch erreicht, ich bin Leider drauf reingefallen,
    weil ich das mit dem Trikc noch nicht wußte. Jetzt bin ich schlauer.
    Wie sollte ich jetzt weiter verfahren ?

  4. 4
    H 

    moin!
    am besten man ignoriert diesen nepp.
    klagen bringt nichts.
    die anonymität im netz wird noch für
    ganz andere dinge/sauereien im www genutzt.
    schade eigentlich.
    gruß

  5. 5
    H 

    moin!
    am besten man ignoriert diesen nepp.
    klagen bringt nichts.
    die anonymität im netz wird noch für
    ganz andere dinge/sauereien im www genutzt.
    schade eigentlich.
    gruß
    H

    ps: wie verfährt man? man hat automatisch
    ein rücktrittsrechts innerhalb von 14 tagen
    bei telefon- und haustürgeschäften.
    sollte man alles schriftlich regeln.

  6. 6
    Volker 

    Montag 28.04.
    habe gerade einen Bandanruf bezüglich Nachbarschaftspost.com erhalten.
    Alle mir nicht bekannten accounts werden grundsätzlich erstmal überprüft.
    Es kommt mittlerweile schon vor,das alleine das anklicken diverser Seiten Rechnungsstellung, Mahnungen und Drohungen nach sich ziehen.
    ( über IP Adresse????).
    Darum sollten sich mal unsere Datenschützer kümmern.

  7. @ Volker

    Bislang können über die IP nur durch Einschalten der Staatsanwaltschaft die Adressdaten des jeweiligen Nutzers ermittelt werden. So macht das die Musikindustrie: Anzeige bei der Staatsanwaltschaft – die schickt Auskunftsersuchen an den Provider und der teilt dann mit, wem die IP in dem Zeitpunkt zugeordnet war.

    In diesen Abo-Abzock-Fällen, erhalten die Anbieter keine Adressdaten über die IP. Die IP wird nur als Mittel zur Drohung gespeichert und in den Mahnungen oft mit angegeben.
    Die Adressen müssen die Anbieter aber auf anderem Weg erlangen.

  8. 8
    Ss. R. 

    Hallo, auch ich bin dabei – Leider habe ich im eifer des Gefechts die Seite geöffnet 🙁
    Heute die stolze Rechnung über 54,–€ erhalten und die Aufforderung meine Adresse mit zu teilen. Falls dies nicht geschieht, kommen die Kosten für die Nachforschung hinzu.
    Werde weder bezahlen,noch sonst wie reagieren. Allerdings werde ich an alle meine Freunde und Bekannten diese Abszockermethode mitteilen.

  9. @ Ss.R.

    Sehr gut! Genau die richtige Reaktion!

  10. 10
    Gabi 

    Hi,
    ich bin sonst nicht so, aber auch ich bin reingefallen. Soll jetzt 54 € zahlen. Tu ich natürlich nicht. War auf der Seite der Verbraucherzentrale NRW und habe mir dort einen Beschwerde-bzw. Kündigungs-Musterbrief heruntergeladen, den man wegschicken soll. Mein Problem ist nur, ich kann nirgendwo die Adresse finden und sie geht auch nirgendwo hervor. Hat sie vielleicht jemand, oder sollte ich mich doch besser „tot“ stellen?!

  11. 11
    AW 

    Hi,
    wir sind auch grad drauf reingefallen, ABER es gibt einen „hidden button“, dann klappt auch das Account löschen – unter „Hilfe“, dann „Vertragsstatus überprüfen“, dann kommt drei- oder viermal „Service derzeit nicht verfügbar, beim fünften Anlauf kam bei uns dann aber „Möchten Sie wirklich kündigen“ und ein NEIN-Button. Der TRICK: neben dem Nein-Button ist ein unsichtbarer JA-Button, dann geht’s weiter. einfach Cursor über die Site laufen lassen, bis er zur Hand wird. Viel Glück!

  12. 12
    Doris 

    Hallo,
    auch mich hat es erwischt und soll nun die 54 € zahlen. Werde mich aber auch, wie alle anderen, ruhig verhalten und natürlich nicht bezahlen. Hoffentlich legt bald jemand solchen Abzockern das Handwerk!!!!!

  13. 13
    Franz 

    ich habe eine forderung von der deutschen inkassostelle erhalten. ich soll 93€ zahlen für die seite nachbarschaft24.net. da ich mir sicher war das ich mich dort nicht angemeldet habe und auch keine rechnung erhalten habe, habe ich mich auf der seite der inkassostelle mit dem der forderung beiligendem aktenzeichen angemeldet um die forderung zu überprüfen. dort steht mein name und adresse , allerdings sind geb datum tel und email adresse nicht meine. die email adresse enhält den namen eines bekannten von mir.

    meine frage ist jetzt ob ich darauf reagieren sollte und denen mitteilen soll das jemand meinen namen benutzt hat oder die sache einfach auf sich beruhen lassen soll

  14. Nach meiner Ansicht lohnt es sich nicht, zu reagieren. Die werden eh nicht darauf eingehen sondern fleißig weiter Zahlungsaufforderungen versenden.

  15. 15
    KleineKroete w 

    auch ich habe heute per E-Mail eine Rechnung über 54,- plus 5,- Euro Mahngebühren erhalten…auch ich bin wie alle hier geschildert reingefallen. Grummel…dass kann doch nicht wahr sein…und jetzt. Ich bin da ein wenig skeptisch, was das Nichtzahlen anbelangt. Dann geht die Sache weiter an das InkassoBüro und das hat unangenehme folgen und die Kosten werden immenz. Wenn hier jemand mit einer Anzeige durchgekommen ist und diese weiterverfolgt wurde, würde das bessere Aussichten haben. Bin am überlegen, ob ich mal bei der Polizei nachfrage. Hmm…aber aber. ich bin eher der ängstliche Typ und gehe Unannehmlichkeiten gerne aus dem Weg…aber die Kosten von 59,- Euro sind wirklich kein Pappenstil und die Kündigungen sind eigentlich eher mit langen Kündigungsfristen belegt, sodass man noch lange was von hat.

  16. 16
    Kristina 

    Ich bin ebenfalls drauf reingefallen..und habe die e-mails ignoriert..was mich jetzt erschüttert hat ist das ein brief zu mir nach hause kam indem stand das ich 59euro + 50euro bearbeitungsgebühr(dafür das sie meine adresse raus kriegen mussten) zahlen muss..in 7tagen sollte das geld bei ihnen sein..sonst kann mit gerichtlichem sowie auch anzeigen gerechnet werden…was soll ich tun?

  17. 17
    Reiner 

    Hallo Kristina,
    den gleichen Brief habe ich heute auch bekommen (mit irgendeiner kuriosen IP-Adresse).
    Ich war weder auf der Website noch hatte ich einen Telefonanruf.
    Die scheinen die Adressen aus dem Telefonbuch abzuarbeiten.
    Schmeiß den Brief in den Müll, mache ich auch so mit den ganzen Spamkram der per Post kommt.
    Wetten da kommt noch ein Brief vom Inkassobüro ! Den kannst Du gleich mit entsorgen. Nur nicht weich werden und zahlen.

    Gruß Reiner

  18. 18
    David aus dem Harz 

    Mich hat das gleiche getroffen und sehe es ebenfalls nicht ein, da die kosten nicht wirklich ersichtlich waren! Habe zwar jetzt gekündigt aber die zweijährige Kündigungsfrist ist nicht nachvollziehbar. Für mich ganz klar eine Abzocke die von mir angezeigt wird, denn das kostet nichts und legt den richtigen Leuten das Handwerk, hoffe ich!!! Erstmal zur Polizei gehen und sehen was geht, der Fall dürfte nicht unbekannt sein! Habe mein Passwort per Mail erstmal hinterfragen müssen und dabei diese Adressen bekommen…. sehen ob es was weiter hilft!
    Deutsche Service-Nummer:
    Telefax: 00423697421240

    Die Kundenbetreuung ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 10 – 17 Uhr
    (außer feiertags) erreichbar.
    ————————————

    Beauftragtes Servicecenter Europe:
    Servicecenter
    Bahnhofstrasse 33
    8620 Wetzikon
    Schweiz

    Connection Enterprises Ltd
    Suite 205,
    Main St,
    Road Town,
    Tortola
    British Virgin Islands

    Viel Erfolg und setzt euch zur Wehr, denn sonst passiert nichts!
    MfG Dave

  19. 19
    Torsten 

    Auch ich bin auf nachbarschaft24 reingefallen, mache mir da allerdings aufgrund der Lage gar keine Sorgen.

    Viel lustiger war es einmal rauszufinden, wer mit dieser Seite alles so zusammenarbeitet, als da wären:

    KA GmbH (Zahlungsdienstleister für die Rechnung)
    Deutsche-Inkassostelle.de (Geldeintreiber für die Firma)
    Taunus Sparkasse (da hat die ZA GmbH Ihr Konto)
    ip69 internet solutions AG (da sind diese ganzen Webseiten gehostet)

    ZA Gmbh + Deutsche Inkassostelle haben beide den Geschäftsführer Udo Polzin, und sitzen beide (oh wie merkwürdig ???) an der Mergenthaler Allee 79-81 in Eschborn

    Von der Taunus Sparkasse, wo die ZA Gmbh Ihr Konto hat, habe ich leider trotz eMail-Anfrage noch kein aktuelles Statement zurückbekommen. Aber da könnte man als Geschädigter auch noch ein paar Fragen hinschreiben, vielleicht nervt es die dann doch irgerndwann mit Ihrem Kunden.

    Die ip69 internet solutions AG mit Sitz in Düsseldorf hat die Websites an die Firma netsolutions fze und damit an eine Person namens „Barbara Fischer“ vermietet. Auf meine sehr gezielte Anfrage dort, reagierte man aber leider etwas gereizt und fragte mich, wo ich auf der Internetseite eine Täuschung sehen würde. Leite bei Interesse gerne die besagte Mail an euch weiter.

    Naja, trotzdem mal zur Vorsicht Stafanzeige übers Internet bei der Polizei gestellt. Natürlich auch mit dem Verweis auf den Service-Provider. Mal sehen, ob sich die Polizei dafür interessiert, wer den Webspace bei denen gemietet hat und auch dafür bezahlt hat. Vielleicht bekommen die dann etwas mehr Infos von denen wie unsereins.

    Gruß
    Torsten

  20. 20
    Daniel 

    hallo,

    bin auch reingefallen. Habe mich am 4.9 angemeldet und nun eine Rechnung erhalten. Jetzt weiß ich nicht was ich tun soll. Ich habe mich unter falschem Namen (aber richtige Addresse) angemeldet, da ich meine Privatsphäre schützen wollte. Leider geht aus meiner Emailaddresse mein richtiger Name hervor.
    Soll ich nun auf die Rechnung reagieren und meine richtige Identität preisgeben? Oder soll ich warten was passiert? Ich befürchte halt, je länger ich wärte, desto schlimmer wird es und am Ende finden die mich anhand meiner Email.

    Was meint Ihr?

    Gruss
    Daniel

  21. 21
    Marianne 

    hallo,
    auch ich bin drauf reingefallen im mai. habe über mail eine rechnung bekommen und mich gleich mit einem rechtsanwalt in verbindung gesetzt (bin im rechtsschutz). dieser hat nur gelacht und gemeint: schon wieder jemand. es wurde ein brief an connection enterprises geschrieben in dem von arglistiger täuschung die rede war und vorsorglich der rücktritt vom kaufvertrag erklärt wurde.
    habe danach aber noch ne mail bekommen, indem sie das geld anforderten, ne mahnung mit mahngebühren, gedroht wurde mit detektiv
    und die krönung kam heute von der deutschen inkassostelle, udo polzin.
    nach der ersten drohung habe ich noch voller panik beim anwalt angerufen, aber der meinte ich solle alles schön abheften und ruhig bleiben. wir haben einspruch erhoben und nun sollen sie uns verklagen!!!! dazu wird es aber nicht kommen.
    das ist eine ganz miese tour die dort abgezogen wird, aber so nervig das auch ist……. ruhig bleiben und NICHT zahlen.
    Bin mal gespannt wann ich wieder post bekomme??
    Gruss
    Marianne

  22. 22
    Jürgen 

    hallo,
    habe heute vom deutschen inkasso euskirchen eine forderung von 93,26 euro bekommen. Wie soll ich mich verhalten?

    Gruß
    Jürgen

  23. 23
    Martin 

    Bloß nicht bezahlen des läuft schon lange.Kam auchschon im Fernsehen bei Akte. Jeder kann Rechnungen und Mahnungen schreiben. Erst wenn was vom Gericht kommt, sollte man widersprechen und dann geht es vor den Richter und erst wenn der entscheidet muß man zahlen. Das aber die dubiose Firma vor Gericht geht ist unwahrscheinlich wenn sogar schon die Bundesverbraucherministerium bescheid weiß.
    http://www.computerbetrug.de/nachrichten/newsdetails/deutsche-inkassostelle-mahnt-fuer-nachbarschaftspost-081107/
    Ein Musterbrief ist auch dabei zum Widersprechen.
    Ich zahl auf jedenfall keinen Cent.
    Gruß Martin

  24. 24
    Inge 

    Ich dachte schon, ich wäre allein so blöde und mich dort einzuloggen.
    Heute bekam ich auch Post von der Deutschen Inkassostelle.
    Ich werde vorsichtshalber eine Akte anlegen, aber auf keinen Fall zahlen.
    Ich habe eine Stinkwut im Bauch, was denken die denn, wie doof wir sind.
    Gruß, Inge

  1. […] Grüßen weiter zum lawblog von RA Vetter … RA Neubert schreibt in seinem lawblog zum Thema Nachbarschaftspost […]

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