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1&1 Odyssee

Dienstag, 30. September 2008 |  Autor:

Irgendwie habe ich das Gefühl, 1&1 ist nicht wirklich an der Klärung des Problems gelegen….
Die Sache selbst ist etwas komplizierter – es geht um einen DSL-Vertrag, der – letztlich aufgrund eines verzeihbaren Fehlers von 1&1 anders zustandekam als ursprünglich beauftragt. Den Fehler hat 1&1 auch erkannt, dessen Behebung scheint sie aber vor ein nicht lösbares Problem zu stellen.

Bei meinem ersten Anruf in der Vertragsabteilung hörte sich eine Mitarbeiterin den Sachverhalt geduldig an, hatte das Problem verstanden und nahm Rücksprache mit der „Stornoabteilung“. Daraufhin teilte sie mir mit, der jetztige Vertrag werde storniert und es solle ab dem Vertragsbeginn der ursprünglich bestellte Vertrag gelten – meine Mandanten würden darüber informiert. Jedoch passierte erstmal nichts – später erhielten meine Mandanten eine E-Mail in denen ihnen mitgeteilt wurde, dass eine „Kündigung“ derzeit wegen fehlender schriftlicher Küdigung nicht berücksichtigt werden könne. Na klasse, von Kündigung war bislang keine Rede.

Bei einem erneuten Anruf wurde mir – nachdem ich am Sprachcomputer endlich vorbei war – sofort mitgeteilt, dass es Problem mit dem Computersystem gäbe und man die Vertragsdaten derzeit nicht einsehen könne. Nächster Versuch wenige Tage später – ich komme immerhin soweit, dass ich das Problem erneut erläutere, bevor mir auch diese Mitarbeiterin erklärt, dass sie derzeit zwar auf die aktuellen Vertragsdaten aber nicht auf die Vertragshistorie zugreifen könne und mir nicht helfen kann. Wenig später der letzte Versuch – ich frage vorher gleich, ob heute alles funktioniert. Sie schient mein Anlegen zu verstehen und hält Rücksprache mit der „nächsthöheren Abteilung“ und ich merke, dass sie es doch noch nicht verstanden haben. Ich erkläre weiter und sie will erneut Rücksprache halten. Nun bekomme ich die Auskunft, dass man in der Vertragsabteilung mit mir als Rechtsanwalt ja überhaupt nicht mehr reden dürfe. Sobald sich für einen Kunden ein Anwalt anzeige, sei nur noch die Rechtsabteilung zuständig. Diese sei aber nur schriftlich erreichbar.

Was für ein Laden!

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Thema: Allgemein

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2 Kommentare

  1. 1
    Kommentator 

    Wieso reden? Die sogenannte „Vertragsabteilung“ besteht in der Regel aus juristisch nur aus dritter Hand informierten MitarbeiterInnen – die Infanterie wird verheizt, sozusagen, bevor dann Artillerie („echte“ Juristen) ins Gefecht geworfen wird (und das meistens zu spät).
    Mein Vorschlag: Immer schreiben oder faxen (stets mit gerichtlich verwertbarem Beleg, der Aufwand dafür lohnt sich in der Regel) – viele Telcos sind so langsam in der Verarbeitung von eingehenden Schreiben, dass in der Regel mit Fristversäumung oder sogar mit Versäumnisurteil gerechnet werden kann.
    Bizarre Realität einer darbenden Branche.

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