Akte verlustig | MCNeubert lawblog

Akte verlustig

Donnerstag, 23. Oktober 2008 |  Autor:

Wir bzw. der Mandant warten schon seit Rechtskraft des Strafbefehls (März 08) auf die Zahlungsaufforderung der Staatsanwaltschaft.

Heute schreibt uns die Staatsanwaltschaft:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Neubert,

die hiesige Akte ist derzeit verlustig. Sie werden gebeten, eine Abschrift des rechtskräftigen Strafbefehls zu übersenden.

Mit freundlichen Grüßen

Staastsanwältin

Als „Organ der Rechtspflege“ bin ich wohl verpflichtet, der Staatsanwaltschaft bei der Eintreibung der Strafe zu helfen.

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Thema: Allgemein

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4 Kommentare

  1. Nein. Die Pflicht, dem Mandanten nicht zu schaden, geht vor. Eine Mitwirkung bei Restaurierung verlorenen Akten kommt eigentlich nur in Betracht, wenn man sie selbst verschusselt hat oder sie auf dem Rückweg zur Behörde verloren ging.

    So jedenfalls meine Praxis (wobei ich noch keine Akte verloren habe).

  2. Vielen Dank für den Hinweis!
    Die Akte ist ganz sicher nicht auf dem Weg von uns zum Gericht abhanden gekommen, da mit gleicher Post der Einspruch zurück genommen wurde und wir danach nochmals ein Schreiben des Gerichts erhalten haben.
    Dann werde ich erstmal nicht weiter darauf reagieren!

  3. Ähnlich die Fragen der Staatsanwaltschaft oder der Gerichte, die aktuelle ladungsfähige Anschrift des Mandanten mitzuteilen. Allein die Frage zu stellen ist schon der Versuch der Anstiftung zum Bruch der Verschwiegenheitspflicht.

  4. Heute telefonierte mir die Staatsanwältin noch hinterher und war etwas enttäuscht, als ich ihr nicht weiterhelfen konnte.

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