Juli, 2009 | MCNeubert lawblog

Telefonterror der Telekom

Mittwoch, 22. Juli 2009 | Autor:

Nicht nur Vodafone nervt, sondern auch die Telekom!

Eben erhielt ich wieder einmal einen Anfruf auf dem Handy mit der Nummer 08003009913 – wenn ich den Anruf annehme, wird aufgelegt. Bei einem Rückruf  (wenigstens kostenfrei) meldet sich die Kundenhotline der Telekom und will mich mit einem Mitarbeiter verbinden.

Liebe Telekom, wenn ihr mich schon mit Werbeanrufen nervt, dann legt doch wenigstens nicht auf – ich will ja auch jemandem sagen können, dass ich keine Zusatzleistungen oder Vertragsänderungen wünsche!

27.07. Nachtrag
Zack, schon wieder ein Anruf von der Nummer und heute ist sogar jemand am anderen Ende der Leitung: Kundenservice der Telekom, Abteilung T-Mobile.
Die freundliche Labertasche erklärt mir, dass es nicht um Vertragsveränderungen oder sms-Pakete geht, er mir aber ein exklusives super-duper-Sensations-Angebot für mobiles Internet mit dem Laptop machen kann.  Hat der Glück, dass ich nach einem sportlichen WE in der Alpenluft gute Laune habe und freundlich mit „Nein Danke!“ antworte.

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Packstation-Odyssee

Mittwoch, 22. Juli 2009 | Autor:

O.k. – mein Fehler: Ich wollte mir eine Amazon-Bestellung nicht ins Büro liefern lassen, um den Mädels keine Anlass für’s Lästern über 5 Paar Schuhe zu geben. Da ich schon öfters Lieferungen von der Packstation abgeholt hatte, habe ich als Lieferadresse die DHL Packstation um die Ecke angegeben. Bisher waren es aber immer Ersatzzustellungen an die Packstation, weil ich nicht zu Hause war. Packstation-Kunde bin ich nicht. Die Lieferung hätte also mangels Angabe der Kundennummer nicht in die Packstation eingeliefert werden dürfen.
Eine Teillieferung wurde an die nächste Postfiliale weitergeleitet und ich konnte sie dort mit meinem Personalausweis abholen.
Leider gibt es aber an der von mir ausgewählten Packstation wohl einen Kunden mit meinem Namen. Der nette Paketlieferant hat meine Sendung daher freundlicherweise diesem Kunden zugeordnet und das Paket eingelegt. Der Kunde wurde sicher auch über das Einlegen des Paketes per sms informiert, war aber nicht schnell genug. Da ich meinen Fehler relativ flott bemerkt hatte, rief ich bei der netten Packstation-Hotline an und erklärte denen meinen Fehler. Das Paket konnte rechtzeitig entnommen werden und sollte entweder an die Postfiliale, an meine Hausanschrift oder zurück zum Versender gehen. Dem war aber nicht so und aus bislang unerklärlichen Gründen wurde das Paket wieder an die Packstation geliefert und erneut dem „Doppelgänger“ zugeordnet, der es diesmal rechtzeitig abholte.

An der Packstation-Hotline entschuldigte man sich und bat mich den den Versender zu informieren, damit dieser einen Nachforschungsangtrag stellen kann – im System seien meine Anrufe ja hinterlegt und es sei klar, das letztlich DHL den Fehler gemacht habe. Der Versender hatte so einen Fall auch noch nicht, sicherte aber zu, sich zu kümmern und mir Ersatz zu liefern oder den Rechnungsbetrag zu erstatten.

An der Packstation-Hotline waren immer kompetente freundliche Mitarbeiter – ich wurde zurückgerufen und über den aktuellen Stand informiert. Der Versender hat mich ebenfalls zeitnah informiert und sofortige Klärung versprochen.

Was für ein Service – wenn jetzt noch alles klappt bin ich begeistert und habe ein schlechtes Gewissen, weil es ja ursprünglich mein Fehler war.

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Erste Pflichtverteidigung

Mittwoch, 15. Juli 2009 | Autor:

Bislang bin ich abgesehen vom Markenstrafrecht und Verkehrsstrafrecht eher selten als Verteidiger aufgetreten und war auch noch nie als Pflichtverteidiger bestellt.
Ein Zivilrechtsmandant von mir ist in einer Strafsache aufgefordert worden, einen Pflichtverteidiger zu benennen. Obwohl oder gerade weil er schon mehrere andere Verteidiger hatte, bat  er mich, seine Verteidigung zu übernehmen.

Heikel war die Sache insbesondere deswegen, weil er zuletzt zu einer Haftstrafe von 2 Jahren auf Bewährung verurteilt wurde und die einschlägige neue Tat innerhalb der Bewährungszeit begangen hatte.
Zum Glück wurde aus dem räuberischen Diebstahl im Laufe der Beweisaufnahme ein Diebstahl mit Nötigung. Im Rechtsgespräch konnte zunächst keine Lösung gefunden werden und die äußerst attraktive Staatsanwältin beantragte eine kurze Freiheitsstrafe von 3 Monaten. Das Gericht verurteilte ihn, wie von mir beantragt, zu einer Geldstrafe und ihm bleibt die Haft erspart, wodurch er nun sicher seinen Job behält und hoffentlich einen (straffreien) Weg geht.

Vielen Dank an Oliver für die Beratung im Vorfeld und die vielen Tipps zur Strafverhandlung.

An der Strafverteidigung und vorallem am Plädieren könnte ich Gefallen finden.

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mobile TAN – aber bitte nicht mobil nutzen

Dienstag, 7. Juli 2009 | Autor:

Meine Bank bittet zwingt mich auf die mobile TAN umzusteigen, da in Zukunft Überweisungen über einem bestimmten Betrag nur noch mit mobile TAN möglich sind. Eigentlich eine praktische Sache, weil ich schon öfters von unterwegs etwas überweisen wollte, aber die iTAN-Liste nicht dabei hatte. Die mobile TAN soll recht sicher sein, also habe ich die Umstellung im Onlineportal meiner Bank eingeleitet. Heute erhielt ich den Aktivierungscode per Post. Im Brief gibt es gleich noch einige Sicherheitshinweise:

Um von dieser besonders hohen Sicherheit des mobile TAN-Verfahrens profitieren zu können, müssen Sie folgende Regeln einhalten:

  • Verwenden Sie für den Empfang der SMS nur Geräte, die nicht auch für die Nutzung des … Direct Banking verwendet werden. Dies gilt insbesondere für den Einsatz von sog. Smartphones und den Internetzugang mitttels GSM-Karte.
  • Die Bank erklärt mir nicht, warum das ein Sicherheitsrisiko sein soll, teilt mir aber mit, dass die Sicherheitsregelungen die Sonderbedingungen für das Direct Banking mit PIN und TAN ergänzen. Diese Änderungen gelten als genehmigt, wenn ich nicht innerhalb von 6 Wochen schriftlich widerspreche.

    Vielleicht schickt mir die Bank ja demnächst noch ein Zweithandy, denn ich habe nur ein Smartphone und möchte das auch als solches nutzen. Dazu gehört auch Onlinebanking, was nun nicht mehr geht – es sei denn ich nehme die alte iTAN-Liste mit.

    Besonders kundenfreundlich ist übrigens, dass ich im Rahmen der Umstellung auf die mobile TAN im OnlineBanking nicht auf diese „Sicherheitsfeatures“ hingewiesen wurde (zumindest ist es mir nicht aufgefallen), sondern erst per Post unterrichtet werde, wenn die Umstellung quasi schon abgeschlossen ist.

    Bleibt noch die Frage, ob die notwendigen Daten gespeichert werden, die belegen, dass ich über mein Smartphone das OnlineBanking genutzt habe und die mobile PIN an das selbe Handy verschickt wurde.

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    Sicherer surfen mit Web of Trust?

    Donnerstag, 2. Juli 2009 | Autor:

    In einem Kommentar zu meinem WinLoads Artikel wird auf das Add on Web of Trust hingewiesen.

    WOT ist ein kostenloses Add-on für Ihren Browser und dient der Sicherheit im Internet. WOT schützt Sie vor Online-Betrug, Identitätsbetrug, Spyware, Spam, Viren und unseriösen Shopping-Websites. WOT warnt Sie bereits im Vorfeld vor gefährlichen Websites. Das Ganze ist kostenlos und funktioniert quasi wie von selbst!

    Zumindest bei den von mir getestenten Abofallen funktioniert das Plugin.

    WebOfTrust-Warnung

    Seltsam muten dagegen die Empfehlungen bei Google-Suchergebnissen an:

    WebOfTrust-Suchergebnis

    Die unterschiedliche Vertraunswürdigkeit der Unterseiten vermag sich mir nicht zu erschließen…

    Mit gesundem Menschenverstand und der notwendigen Vorsicht surft man auch ohne WOT sicher im Internet – die Bevormundung oder Selektion mag ich nicht -> Add on entfernen!

    Siehe auch beim Oberlehrer.

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