moralische Vorverurteilung eines Lehrers | MCNeubert lawblog

moralische Vorverurteilung eines Lehrers

Mittwoch, 16. September 2009 |  Autor:

Wie nunmehr auch SPON und zuvor schon die Freie Presse berichteten, hat der Lehrer eines Gymnasiums hier um die Ecke erotische Fotos von Models (keine Schüler) im Fotostudio der Schule gemacht.

Er ist deswegen vorläufig vom Dienst suspendiert worden und gegen ihn soll ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden sein.

Wenn er in seiner Freizeit lieber Blumen statt Models fotografiert hätte, würde keiner davon reden, obwohl man ihm das gleiche vorwerfen könnte. Er hat das Fotostudio der Schule, für welches er als Leiter des Foto-Clubs verantwortlich war, für private Zwecke genutzt. Das mag nicht zulässig sein und kann entsprechend geahndet werden. Genauso, wie man es vielleicht ahnden würde, wenn der Spotlehrer nach Feierabend mit Freunden in der Schulsporthalle ein paar Körbe schießt. Es wäre also wahrscheinlich nichts passiert.

Und wenn einer erotische Fotos macht – angeblich keine Fotos von Schülern oder Schülerinnen, keine KiPos, einfach nichts Illegales, dann wird er dafür an den Pranger gestellt.
So what, darf nicht auch ein Lehrer seinen privaten Hobbys nachgehen, fotografieren, erotische Fotos machen, wie hunderte andere Hobbyfotografen auch?

Noch mehr ärgert mich, dass gerade die FDP des Kreisverbandes Erzgebirge ihn dazu gedrängt überredet hat, seine Ämter wegen der Sache niederzulegen. Von einer freiheitlich liberalen Überzeugung scheint da wenig übrig geblieben zu sein.

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Thema: Allgemein

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Ein Kommentar

  1. 1
    RA JM 

    Was will man von einem CDU-Wahlverein schon erwarten?

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