nicht mehr privat bei eBay verkaufen? Abmahnung eBay wegen gewerblichen Verkaufens - eBay Verkauf Abmahnung | MCNeubert lawblog

nicht mehr privat bei eBay verkaufen?

Mittwoch, 7. Oktober 2009 |  Autor:

Zumindest Axel Gronen empfiehlt sowohl bei Wortfilter.de also auch im gestern ausgestrahlten Plusminus, dass man privat möglichst nicht mehr bei eBay verkaufen solle.  Auf Wortfilter gibt er an, Grund für diese Empfehlung sei, dass man bei eBay unwissend viele Fehler machen  kann, die zu sehr teuren Abmahnungen führen können.

Bei Plusminus wird dann über einen „Privatverkäufer“ berichtet, der eine nicht unerhebliche Anzahl von Auktionen innerhalb kurzer Zeit bei eBay gestartet hat und wegen gewerblichen Handelns ohne Angabe eines ordnungsgemäßen Impressums abgemahnt worden sei. Die Abmahnung sei durch einen Händler erfolgt, der angeblich nur Strohmann sei und nicht bzw. nur in geringem Umfang selbst handele – letztlich sollen nur die Anwälte daran verdienen. Im konkreten Fall mag das zutreffend sein, obwohl ich es nicht prüfen kann.

Axel Gronen schränkt selbst ein, dass jährlich nur „einige Tausend“ von solchen Abmahnungen betroffen seien.  Das mag richtig sein und genau deswegen erscheint die Empfehlung, nicht mehr privat über eBay zu verkaufen, wohl etwas übertrieben.

Sicher sollte man sich beim „privaten“ Verkauf bei eBay an gängige Regelungen und die Rechtsprechung in Bezug auf gewerbliche Verkaufstätigkeiten halten, aber auch nicht hyperventilieren.

Wer nicht zu häufig bei eBay verkauft und somit nicht als gewerblicher Verkäufer eingestuft werden kann, muss grundsätzlich auch keine Angst vor einer Abmahnung haben. Jedenfalls rechtfertigt das mögliche Risiko nicht, eBay fern zu bleiben, da hier gerade für Privatleute immer noch die Möglichkeit besteht, ein breites Publikum zu finden und einen guten Preis zu erzielen. Jedenfalls mache ich selbst immer wieder diese Erfahrung – etwas anderes dürfte für den Kauf von Produkten gelten.

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Thema: Allgemein

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3 Kommentare

  1. 1
    peter 

    Was nutzt es mir, wenn ich einer dieser 1000 Fälle bin? (im Bericht wird übrigens von 40.000 Fällen/Jahr gesprochen). Hier muss einfach mehr Rechtssicherheit für Privatverkäufer geschaffen werden (z.B. durch klare, gerichtssichere Richtlinien). Der Link zu den entsprechenden Urteilen bzgl. gew. Handels zeigt ja, wie inhomogen hier die Rechtssprechung ist.
    Auch diese zunehmenden Markenhysterie im privaten Umfeld sollte schleunigst ein Riegel vorgeschoben werden. Dass ein gewisses Mode-Label private Verkäufer von getragenen Kleidungsstücken nach UhrG verklagt ist doch grotesk. Wann ist sind die Zitronen (Endkunden) endlich ausgepreßt? Am liebsten würden die Markenhersteller vermutlich das Eigentum abschaffen.

  2. 2
    OutBay 

    Die wahren Gründe, welche den durch A.G. bei „PlusMinus“ gemachten Aussagen zugrunde liegen dürften, können hier nachgelesen werden:

    http://www.outbay.ch/phpBB3/viewtopic.php?f=49&t=1865

  3. 3
    Dani 

    Sehr interessante Informationen, vielen Dank dafür. Gruß Dani

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