heute vor 20 Jahren an der Mauer
Mittwoch, 11. November 2009 | Autor: Michael C. Neubert
Heute vor 20 Jahren stand ich zum ersten Mal in meinem Leben vor der Mauer auf der Westberliner Seite. Nachdem die Mauer am Brandenburger Tor einen Tag zuvor noch von jubelnden Menschen “besetzt” war, hatten Ost-Grenzer diese wieder “gesichert”.
Wir wollten an diesem Wochenende Freunde in Berlin besuchen und als mein Vater am 9.11.1989 die Rede oder den Versprecher von Schabowski im Radio gehört hatte, disponierten wir “spontan” etwas um. Gleich am nächsten Tag holten wir uns das mehr oder weniger notwendige Visum zur “mehrmaligen AUSREISE nach der BRD und Westberlin”.
Am 11.11.1989 fuhren wir mit dem Wartburg früh zeitig in Chemnitz los – standen mit vielen hunderten Trabbis und Wartburgs im Stau vor der Berliner Grenze – konnten nur schwer begreifen, was es bedeutete, die Grenze zu passieren und erlebten einen spannenden und bewegenden Tag in Westberlin.
Vielen Dank an meine Eltern, Verwandte, Bekannte und all diejenigen, die den Anstoß für diese friedliche Revolution gegeben haben und mir – uns – ein weiteres Leben in Freiheit ermöglicht haben.
Wer hätte gedacht, dass ich nur knapp drei Jahre später in der Berliner US-Botschaft ein Visum in meinen DDR-Reisepass geklebt bekomme – ohne die Wende unvorstellbar.





















Das alberne middle initial führten Sie damals offenbar noch nicht im Namen …
Doch, gabs schon immer, nur im Visum hat man den zweiten Vorname weggelassen – im Pass selbst ist er natürlich drin.