Zumindest Axel Gronen empfiehlt sowohl bei Wortfilter.de also auch im gestern ausgestrahlten Plusminus, dass man privat möglichst nicht mehr bei eBay verkaufen solle. Auf Wortfilter gibt er an, Grund für diese Empfehlung sei, dass man bei eBay unwissend viele Fehler machen kann, die zu sehr teuren Abmahnungen führen können.
Bei Plusminus wird dann über einen “Privatverkäufer” berichtet, der eine nicht unerhebliche Anzahl von Auktionen innerhalb kurzer Zeit bei eBay gestartet hat und wegen gewerblichen Handelns ohne Angabe eines ordnungsgemäßen Impressums abgemahnt worden sei. Die Abmahnung sei durch einen Händler erfolgt, der angeblich nur Strohmann sei und nicht bzw. nur in geringem Umfang selbst handele – letztlich sollen nur die Anwälte daran verdienen. Im konkreten Fall mag das zutreffend sein, obwohl ich es nicht prüfen kann.
Axel Gronen schränkt selbst ein, dass jährlich nur “einige Tausend” von solchen Abmahnungen betroffen seien. Das mag richtig sein und genau deswegen erscheint die Empfehlung, nicht mehr privat über eBay zu verkaufen, wohl etwas übertrieben.
Sicher sollte man sich beim “privaten” Verkauf bei eBay an gängige Regelungen und die Rechtsprechung in Bezug auf gewerbliche Verkaufstätigkeiten halten, aber auch nicht hyperventilieren.
Wer nicht zu häufig bei eBay verkauft und somit nicht als gewerblicher Verkäufer eingestuft werden kann, muss grundsätzlich auch keine Angst vor einer Abmahnung haben. Jedenfalls rechtfertigt das mögliche Risiko nicht, eBay fern zu bleiben, da hier gerade für Privatleute immer noch die Möglichkeit besteht, ein breites Publikum zu finden und einen guten Preis zu erzielen. Jedenfalls mache ich selbst immer wieder diese Erfahrung – etwas anderes dürfte für den Kauf von Produkten gelten.
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