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Facebook Spiele am Arbeitsplatz

Donnerstag, 25. Februar 2010 | Autor:

Es ist schon erstaunlich wie oft in meinen Facebook Neuigkeiten Meldungen wie diese auftauchen:

Mal abgesehen davon, dass diese Spiele-Meldungen von FarmVille oder MafiaWars ohnehin etwas nervig sind, steht in der unteren Zeile auch Datum und Uhrzeit des Eintrages (bei neueren Einträgen noch „vor 54 Minuten“ oder „vor 9 Stunden“ – bei älteren Einträgen dann mit Datum und Uhrzeit).

Solche Spiele-Meldungen erscheinen auch oft zu Uhrzeiten, an denen der fleißige Spieler mit ziemlicher Sicherheit gerade an seinem Schreibtisch im Büro sitzt und nicht unbedingt für die Spielerei bezahlt wird.

Je nachdem, für wen die Pinnwand-Einträge sichtbar sind (siehe Einstellungen zur Privatsphäre bei Facebook), kann diese auch der Chef mitlesen – erst recht, wenn er auch auf der Freundesliste steht.

Nun kann die Spielerei am Arbeitsplatz ja recht entspannend sein, aber nicht jeder Chef wird dies unbedingt mögen. Selbst wenn das Pflegen von Kontakten bei Xing oder facebook zumindest teilweise auch der geschäftlichen Vernetzung dienen kann, so dürfte die Spielerei den Bogen schnell überspannen und kann (nach entsprechender Abmahnung) auch zur Kündigung führen.

Wenn schon am Arbeitsplatz gespielt wird, dann besser keine so deutlichen Spuren hinterlassen, wie das bei Facebook der Fall ist.

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Verhaltenskodex für Social Communitys

Dienstag, 17. März 2009 | Autor:

Der Verein „Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.“ (FSM), in dem z.B. StudiVZ oder lokalisten Mitglieder sind, hat einen Verhaltenskodex für Betreiber von Social Communitys herausgegeben, der durchaus gute Regelungen vorallem zum Schutz von Jugendlichen enthält.

facebook scheint übrigens kein Mitglied des FSM zu sein und hätte zumindest mit dieser Regelung derzeit so seine Probleme:

Gemäß des Gebotes der Trennung von Werbung und Inhalt ist Werbung als solche klar verständlich (z.B. mit
den Worten „Werbung“ oder „Anzeige“) und deutlich zu kennzeichnen, soweit nicht aus der Gestaltung des
Werbeformats selbst eindeutig hervorgeht, dass es sich hierbei um Werbung handelt (z.B. Werbebanner).

Neben Werbung, die also solche gekennzeichnet ist, findet sich auch völlig ungekennzeichnete und überraschende Werbung auf facebook.

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facebook-werbung die zweite

Dienstag, 17. März 2009 | Autor:

Es geht noch besser als die letztens entdeckte doch etwas irreführende Werbung auf facebook.

Der werbende Firma nutz mein Profilfoto und baut es in die Werbeanzeige ein – im Übrigen nicht nur mein Foto sondern auch die Fotos von meinen Freunden. Nun ist die Werbung noch schwieriger als solche zu erkennen und die Klickraten dürften noch größer sein.

fb-werbung2

Wie erfolgsversprechend es ist, eine Ltd. in England wegen der rechtswidrigen?? Nutzung meines Fotos abzumahnen und Schadensersatz zu fordern, kann sich jeder selbst ausmalen.

Wenn ich diesen Absatz der fb-Nutzungsbedingungen richtig verstehe, habe ich facebook wohl eine übertragbare Lizenz zur Nutzung meines user generated content eingeräumt, also wohl auch für Lizenzierung meines Fotos an die werbetreibende Internet-Abo-Firma. Die Wirksamkeit dieser Klausel halte ich für für sehr fragwürdig.

Mit dem Posten von Benutzerinhalt auf der Site gibst du uns sowohl die Genehmigung als auch die Anweisung, Kopien davon derart anzufertigen, wie wir es als notwendig erachten, um das Posten und Speichern des Benutzerinhalts zu erleichtern. Mit dem Posten von Benutzerinhalt auf einem beliebigen Teil der Site erteilst du dem Unternehmen automatisch eine unwiderrufliche, zeitlich unbegrenzte, nicht ausschließliche, übertragbare, vollständig bezahlte, weltweite Lizenz (mit dem Recht zur Vergabe von Unterlizenzen) für das Verwenden, Kopieren, öffentliche Aufführen, öffentliche Darstellen, Umformatieren, Übersetzen, Anfertigen von Auszügen (vollständig oder teilweise) und Weitergeben solcher Benutzerinhalte für kommerzielle, Werbe- oder sonstige Zwecke auf oder in Verbindung mit der Site oder mit dem Marketing für die Site, für das Erstellen abgeleiteter Werke oder die Einarbeitung solcher Benutzerinhalte in andere Werke und für das Vergeben und Autorisieren von Unterlizenzen zu Vorstehendem.

Wie leichtfertig man doch mit seinen Fotos umgeht…

Andere haben sich über die facebook-werbung auch schon Gedanken gemacht.

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Abofalle bei facebook

Dienstag, 3. März 2009 | Autor:

Eben habe ich bei facebook die folgende Werbung gesehen:

fb-abo

Und ich bin selbst darauf hereingefallen und habe auf den Namen der mir unbekannten Person geklickt – sieht ja cool aus das Früchtchen. Über den Link gelangte ich aber nicht etwa auf das Profil von ihr, sondern direkt auf einen IQ-Test der Firma

Premiummobile
130 Shaftesbury Avenue
London
W1D 5EU
UK
Geschäftsführer: Kate Barry

Dabei handelt es sich gut versteckt um ein Abo für Klingeltöne, Spiele und andere nützliche Dinge zum sensationellen Preis von nur 4,99 pro Woche.

Dass es sich gut versteckt um Werbung handelt habe ich erst gemerkt, als ich zurück zu facebook gegangen bin – es ist ein Werbebanner im facebook-style. Sehr tricky, zumal nirgends angegeben ist, dass es überhaupt Werbung ist.

Werbung in dieser Form dürft mehr als irreführend und damit unzulässig sein. Auch facebook sollte sich Gedanken machen, ob sie ihre Mitglieder dem Risiko aussetzten wollen, dass diese ungewollt Abos abschließen.

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