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Upload von Büchern in p2p-Netzwerken wird abgemahnt

Mittwoch, 25. Juli 2007 | Autor:

Jetzt wehren sich auch Verlage gegen die Verbreitung ihrer Bücher in p2p-Netzwerken.

Ich erhielt eine Anfrage aufgrund einer Abmahnung durch die Kanzlei Waldorf & Kollegen, die das Anbieten von Büchern des Verlages Kiepenheuer & Witsch abgemahnt hatte. Konkret ging es um die Bücher „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“ Teil 1 undTeil 2.

Für die Lizenzverletzung soll ein Betrag von insgesamt 200,00 EUR gezahlt werden (2 Bücher) und Anwaltsgebühren (1,0 Gebühr) anhand eines Streitwertes von 20.000,00 EUR (10.000 EUR je Buch).

Die Kanzlei zeigt sich aber vergleichsbereit und soll mit ihrer Forderung schon etwas nach unten gegangen sein, auch wenn da sicher noch Spielraum ist.

Ob auch hier auf Daten von Logistep zurückgegriffen wird, ist mir nicht bekannt.

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Klage basierend auf Logistep Daten – Peer-2-Peer-Netzwerke

Freitag, 23. Februar 2007 | Autor:

Nachdem die Kanzlei Kornmeier Kollegen bereits Ende letzen Jahres massiv im Namen der 3p Gesellschaft für Kommunikation mbH das Anbieten von Musiktiteln in Peer-2-Peer-Netzwerken abgemahnt hat, folgt nun die erste mir bekannte Klage.

Wie bereits vermutet, sind Kornmeier Kollegen bzw. 3p Kunden von Logistep und lassen von denen die entsprechenden Lieder „überwachen“.

Der Klage liegt auch ein umfangreiches Gutachten bei, welches beweisen soll, dass mit dem von Logistep genutzen Programm „File Sharing Monitor V 1.3.1“ eine gesicherte Zuordnung von Zeit, IP und angebotenem Titel möglich sein soll.

Ich werde hier über den weiteren Verlauf des Verfahrens berichten.

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Moses Pelham lässt abmahnen

Freitag, 3. November 2006 | Autor:

Moses Pelham, Geschäftsführer der 3p Gesellschaft für Kommunikation mbH lässt über die Kanzlei Kornmeier Kollegen Urheberrechtsverletzungen abmahnen.

Dabei geht es um das Anbieten eines Liedes von Sebastian Hämer, dessen ausschließliche Nutzungsrechte bei 3p liegen, in Peer-to-Peer-Netzwerken.

Als Nachweis wird lediglich Datum, Datei, IP Adresse und Client genannt. Kein Hinweis darauf, wie man über die IP vom Provider die Adressdaten des Anbieters bekommen hat.

Bleibt zu vermuten, dass 3p und deren Anwalt mit Logistep zusammenarbeiten. Mehr dazu auch bei heise.de

Auch hier werden 150,00 EUR Schadensersatz und Anwaltskosten in Höhe von 250,00 EUR geltend gemacht sowie die Unterzeichnung der üblichen Unterlassungserklärung gefordert.

Der Betrag schmerzt vorallem Jugendliche, aber die Versuchung zu zahlen ist größer, als sich hier auf einen etwaigen Prozess einzulassen. Fraglich ist, was passiert oder bei anderen schon passiert ist, wenn die Unterlassungserklärung nicht abgegeben wird und nicht gezahlt wird. Verfahren, in denen Logistep Daten zu Grunde lagen, hat es schon gegeben – auch mit Urteilen zugunsten der Inhaber der Urheberrechte. Aber nach meiner Kenntnis handelt es sich bei den 4 Urteilen um zwei Versäumnisurteile sowei ein Anerkenntnisurteil  – eine Verteidigung hat es in diesen 3 Fällen wohl nicht gegeben. Zumindest bestehen erhebliche Zweifel, ob die über Logistep ermittelten Daten der Urheberrechtsverletzer vor Gericht als Beweis standhalten würden. Die Provider sind von Logistep zumindest schon länger genervt.

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