Sterbehilfe | MCNeubert lawblog

Neuer Gesetzesentwurf zur Patientenverfügung

Donnerstag, 6. November 2008 | Autor:

Siehe bei patiententestament.com

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Relaunch von Patiententestament.com

Dienstag, 12. Februar 2008 | Autor:

Meine Seiten www.patiententestament.com bzw. www.betreuungsverfügung.de sind neu gestaltet worden – sie laufen jetzt unter WordPress auf dem Server der Firma www.move-elevator.de

Inhaltlich wurde die Seite nach meinem Beitrag für das Buch “Würdig leben bis zuletzt” ebenfalls leicht überarbeitet. Allerdings hätte ich gerne noch mehr inhaltliche Änderungen vorgenommen – die Vorhaben zur gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung verzögern sich jedoch offensichtlich.

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Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.

Mittwoch, 21. November 2007 | Autor:

Dr. Roger Kusch, ehemaliger Justizsenator von Hamburg, hat den den Verein „Dr. Roger Kusch Sterbehilfe e.V.“ gegründet. Es gibt auch bereits einen Entwurf für ein Hamburgisches Sterbehilfegesetzt (HmbSterbeHG).

In der N24-Sendung „Talk ohne Show“ befragte Bärbel Schäfer am gestrigen Abend Dr. Roger Kusch und Prof. Christof Müller-Busch, Ltd. Arzt der Abteilung für Anästhesiologie, Schmerztherapie und Palliativmedizin am Berliner Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe, zum Thema ,,Sterbehilfe“. Dabei prallten zwei Meinungen aufeinander, die im Willen, den Menschen am Lebensende zu helfen, keinen Gegensatz darstellen und dennoch widersprüchlich in der Art und Weise diskutiert werden. Im Kern drehte sich die Auseinandersetzung darum, ob ein todkranker Mensch, der sterben möchte, dies mit menschlichem Beistand darf. Ob also sein Wille zu sterben, von den Nächsten beachtet wird. Während Kusch die Frage mit dem mitgebrachten Prototyp eines Sterbehilfeapparats eindeutig bejahte, wich Müller-Busch auf medizinischen, schmerzlindernden und psychologischen Beistand der Angehörigen aus, deren Anliegen er als zumindest gleichwertig in den Raum stellte. Bärbel Schäfer hätte eine versöhnliche Synthese schaffen können. Schade um die Zuschauer, die sich gemeinsame Antworten auf Fragen für Lebenssituationen erhofft hatten, an denen niemand von uns vorbei kommt.

Kusch gab sich redlich Mühe ohne zu viele Emotionen zu diskutieren und betonte, dass für ihn der freie Wille des Patienten die Hauptsache sei. Wenn dieser den straffreien assistierten Suizid wünscht, muss er auch in Deutschland eine Möglichkeit dafür haben. Prof. Christof Müller-Busch betont immer wieder die Notwendigkeit der Palliativmedizin. Zum einen sei dies die einzig wahre Lösung und außerdem könne es auch nicht nur nach dem Willen des sterbewilligen Patienten gehen – es sei auch an die Angehörigen zu denken. Seine Ansichten begründet er mit seiner eigenen Meinung und der Plattitüde: „Das darf nicht sein“. Dass auch Kusch die Palliativmedizin begrüßt und den assistierten Suizid nicht als deren Ersatz sondern als Alternative und freie Entscheidung der Patienten wünscht, scheint Müller-Busch nicht verstehen zu wollen.
Aber auch Kusch machte Fehler – anstatt klarzustellen, dass beide unterschiedliche Möglichkeiten für Schwerstkranke anbieten und es nun gerade die Aufgabe von Müller-Busch ist, sich um die Patienten zu kümmern, die seine Hilfe wünschen, versucht er sich zu verteidigen – völlig unnötig.

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Mehrheit für Sterbehilfe

Montag, 11. Juni 2007 | Autor:

Laut einer Umfrage von sozioland mit 2.500 Teilnehmern spricht sich eine Mehrheit der Befragten für ein generelles Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen, das auch ein Selbstbestimmungsrecht im Bezug auf Leben und Tod beinhaltet, aus.

Ein Großteil der Befragten möchte die Entscheidungsgewalt über Tod oder Leben bei derjenigen Person, der eine Vollmacht erteilt wurde. Allerdings hatten nur 10 % der Befragten bereits eine eigene Patientenverfügung.

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Würdig leben bis zuzuletzt – eine Streitschrift

Montag, 26. Februar 2007 | Autor:

Katrin Göring-Eckardt hat die Streitschrift „Würdig leben bis zuletzt“ herausgegeben, in der ich auch ein Kapitel verfasst habe.

Das Thema Sterbehilfe sachlich und differenziert dargestellt. Eine mutige Streitschrift, die eindeutig Position bezieht. Zielgruppe: Betroffene, ehrenamtliche und professionelle Mitarbeitende im Hospizbereich, an gesellschaftspolitischen Fragen Interessierte

Dieses Buch ist informativ, provokant und bezieht eindeutig Position. Das Thema: Sterbehilfe versus Sterbebegleitung. Die Herausgeberin: Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckhardt. Sie stellt hier die wichtigsten Aspekte zu dem hochaktuellen gesellschaftlichen Tabu-Thema vor. Die Beiträge sind verfasst von AutorInnen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen wie Seelsorge, Rechtsprechung, Hospiz, Ethik, Medizin, Kirche. Die Stellungnahme des Nationalen Ethikrates (2006) ist ebenso enthalten wie ein Fachbeitrag aus dem benachbarten Ausland (Niederlande).

Von mir stammt der Beitrag zur Patientenverfügung – siehe auch www.patiententestament.com

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„Todespfleger von Sonthofen“

Dienstag, 21. November 2006 | Autor:

Auch wenn ich nicht oft die Ansicht von Gisela Friedrichsen teile, so habe ich allerhöchsten Respekt vor ihrem Artikel in Spiegel Online zum Urteil des Landgerichts Kempten über den „Todespfleger von Sonthofen“. Es bleibt zu hoffen, dass die Revisionsinstanz mit etwas mehr Distanz zu den Angehörigen der „Opfer“ und zur katholisch-bayerischen Weltanschauung urteilt.

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Ethikrat definiert Sterbehilfe neu

Freitag, 14. Juli 2006 | Autor:

Der Nationale Ethikrat hat heute seine Stellungnahme zur Sterbebegleitung veröffentlicht.

Nach der Pressemitteilung möchte der Ethikrat Sterbehilfe neu definiert wissen. Die Begriffe aktive, passive und indirekte Sterbehilfe sollen durch Sterbebegleitung, Therapie am Lebensende, Sterbenlassen, Beihilfe zur Selbsttötung und Tötung auf Verlangen ersetzt werden.

Ansonsten scheinen sich die liberaleren Stimmen im Ethikrat durchgesetzt zu haben:

Zum Sterbenlassen gehört, dass jeder Patient das Recht hat, eine medizinische Maßnahme abzulehnen, auch dann, wenn diese Maßnahme sein Leben verlängern könnte. Gleiches gilt, wenn der Betroffene zu einer Erklärung außer Stande ist, seine Ablehnung aber hinreichend sicher aus einer Patientenverfügung oder sonstigen verlässlichen Anhaltspunkten zu entnehmen ist. Sofern es keine sicheren Erkenntnisse über den Willen des Patienten gibt oder ein solcher nicht gebildet werden konnte, sollte für strafrechtliche und berufsrechtliche Sanktionen kein Raum sein, wenn eine medizinische Behandlung unter Abwägung ihrer Aussichten auf Erfolg, des Leidenszustandes des Patienten und seiner voraussichtlichen Lebenserwartung nicht mehr angezeigt ist und sie deshalb unterlassen, begrenzt oder beendet wird. In Zweifelsfällen hat die Erhaltung des Lebens Vorrang.

Eine Mehrheit des Ethikrates sprach sich sogar für eine Straffreiheit von Ärzten und Angehörigen aus, die bei einem Suizidversuch nicht intervenieren.

Bestehen bei einem Suizidversuch eines schwer kranken Menschen klare Anhaltspunkte, dass der Versuch aufgrund eines ernsthaft bedachten Entschlusses erfolgt und dass der Betroffene jegliche Rettungsmaßnahme ablehnt, so sollen nach Auffassung der Mehrheit der Mitglieder des Nationalen Ethikrates Personen, die beispielsweise als Ärzte oder Angehörige eine besondere Einstandspflicht für den Suizidenten haben, von einer Intervention absehen dürfen, ohne Strafverfolgung befürchten zu müssen.

Lediglich eine Minderheit des Ethikrates möchte dies Möglichkeit auf Situationen beschränken, in denen die schwere Krankheit absehbar zum baldigen Tod führen wird.

Selbst über die Beihilfe zum Suizid scheint im Ethikrat äußerst kontrovers diskutiert worden zu sein. Lediglich die gewinnorientierte Beihilfe zum Suizid wird einmütig abgelehnt.

Zumindest die Pressemitteilung überrascht (positiv) auf den ersten Blick – die umfangreichere Stellungnahme werde ich gleich noch lesen.

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sozioland: Umfrage zum Thema „Sterbehilfe und Sterbebegleitung“

Mittwoch, 7. Juni 2006 | Autor:

In einer Welt, in der die moderne Medizin scheinbar jede Krankheit heilen kann, scheint der Tod aus dem Bewusstsein der Menschen in weite Ferne gerückt zu sein. Vor allem der Prozess des Sterbens wird in der Öffentlichkeit tabuisiert. Nur wenige Menschen sind beispielsweise über Hospizarbeit und Patientenverfügungen ausreichend informiert. Besonders das Thema Sterbehilfe, das sich nach wie vor auf rechtlichem und ethischem Grenzgebiet befindet, wirft viele Fragen auf: Gibt es ein Recht auf Sterbehilfe? Welche Konsequenzen würde eine Legalisierung mit sich führen? Und bietet Hospizarbeit eine Alternative zur aktiven Sterbehilfe?

Um diesem schwierigen Thema ein wenig näher zu kommen startet sozioland eine Umfrage zum Tabuthema „Sterbehilfe und Sterbebegleitung“.

Die Umfrage finden Sie hier:

Sozioland Umfrage

Weitere Infos zu diesem Thema auch hier: www.patiententestament.com

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Tötung auf Verlangen – schuldig aber keine Strafe

Dienstag, 13. September 2005 | Autor:

Spiegel online berichtet über ein interessantes Urteil zur aktiven Sterbehilfe aus Berlin.

via Rechtsreferendarin

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Passt doch…

Donnerstag, 31. März 2005 | Autor:

Erst heute durfte TERRI SCHIAVO nach vielen Jahren im Koma endlich sterben – leider durfte ihr dabei nicht geholfen werden – sie musste verdursten und verhungern. Der Vatikan bezeichnet dies als Mord – eine Frau stirbt – weil Gott es offensichtlich so gewollt hat – diese Frau war nicht mehr in der Lage ein selbständiges Leben zu führen – seit Jahren wurde sie nur aufgrund künstlicher Ernährung mittels Magensonde am Leben erhalten.

Und nun darf offensichtlich auch der Papst endlich sterben – trotzt Magensonde, trotz sicher bester medizinischer Versorgung – hat man ihm die Magensonde entfernt – Mord im Vatikan? – das hat man früher auch geschickter gemacht – da musste sich ein Papst nicht so lange quälen.

Gesegnet seien Beide!

…und jetzt Kommentare bitte – gebt’s mir!!

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